Kapriolen des Schicksals
Klappentext

Das aufregende Leben einer faszinierenden Frau in einer Zeit voller Umbrüche - Patricia Wilborough ist in einer vornehmen Mädchenschule aufgewachsen. Doch als Oliver Cromwell die Macht ergreift und ihr Vater, ein getreuer Anhänger des Königs, fliehen muss, ändert sich ihr bis dahin sorgenfreies Leben jäh. Auch ihre Jugendliebe Martin wendet sich von ihr ab und heiratet aus politischen Gründen eine andere Frau. Weil für einen weiteren Schulbesuch kein Geld mehr vorhanden ist, muss Patricia schließlich in dem Haus ihres Onkels Zuflucht suchen. Bei dem strengen Puritaner führt sie ein freudloses Dasein, dass von Gebeten und Schlägen geprägt ist.

Sie heiratet schließlich einen älteren Mann, den sie nicht liebt. Die Ehe bringt ihr kein Glück. Jahre vergehen - schließlich findet Cromwells Schreckensherrschaft ein Ende. Verwitwet schließt sich Patricia einer Truppe Schauspieler an und geht nach London, wo sie als Sängerin schon bald große Erfolge feiert und auch das Interesse des charmanten Königs Charles II. weckt. Doch dann tritt mit einem Mal wieder Martin in ihr Leben und stürzt Patricia in einen Strudel der Gefühle und absoluter Verzweiflung.

Moments

derzeit leider nicht lieferbar


Die nächsten Monate übertrafen meine schlimmsten Befürchtungen. Da die Kirche zerstört war, wurde jeden Abend im Dutchy Palace der Gottesdienst abgehalten. Zusätzlich mussten wir täglich Morgens und Mittags im Arbeitszimmer zum Gebet niederknien. Während Faith mit Andacht den Worten von Onkel Jonathan lauschte, langweilten Penelope und mich diese Stunden ungemein. Mein Onkel predigte über die zahlreichen Sünden der Welt und dass er dazu ausgewählt worden sei, die Menschheit zu verbessern. Dann betete er für einen endgültigen Sieg des Parlaments und für die Abschaffung des Königtums. In dieser Richtung wurden seine Gebete erhört. König Charles wurde nach seiner Gefangenschaft im Schloss Hurst auf der Insel Wight nach London gebracht und vor Gericht gestellt. Es wurde ihm der Prozess wegen Hochverrats gemacht. Mit Entsetzen hörte ich, dass der König, der zu den Vorwürfen keine Stellung bezogen hatte, im Januar 1649 zum Tode verurteilt worden war!

»Wer, außer Gott, soll über mich richten?«, hatte der König dem Gericht entgegengehalten. »Ich bin die höchste Instanz in England, kein Sterblicher hat das Recht, ein Urteil über mich zu fällen!«
                                                                                                                                        - mehr -

Rebecca Michéle

Historische Romane vor dem Hintergrund der englischen Geschichte um große Gefühle und  Leidenschaft





Andere Ausgaben